Mittwoch, 12. April 2017

#15 Der Oma-Mörder von Berlin/Selbstjustiz im Supemarkt

Die Osterfeierlichkeiten stehen an und auch wir wollen euch beschenken. Nach der überlangen und deprimierenden Gladbeck-Folge bekommt es True Crime Germany in Episode 15 direkt mit zwei Fällen zu tun.

Im ersten Fall geht es um den Berliner Oma-Mörder, der über mehrere Jahre unter den ältesten in unserer Gesellschaft für Angst und Schrecken sorgte und auch vor Mord nicht Halt machte. Zu dem stellt sich die Frage: Durfte der Täter überhaupt auf freiem Fuß sein?

Unser zweiter Fall führt uns ins aktuelle Tagesgeschehen der Kriminalität. Viele von euch werden es sicherlich mitbekommen haben. Ein Mann verstirbt in Berlin an den Folgen selbstjustizialer Gewalt in einem Berliner Supermarkt. Wir diskutieren auch diesen spannenden und erschreckenden Fall.

Wie immer bedanken wir uns für euer Interesse und das fleißige Hören unserer Episoden. Kommentiert diese Folge in unserem Blog, auf Twitter oder auf Facebook. Aber am liebsten sind uns natürlich iTunes-Bewertungen und Rezensionen.

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Kommentare:

  1. Ich höre euren Podcast wirklich gerne, aber bitte bitte holt euch jmd Rechtskundigen dazu.
    Zum Beispiel die Aussage, dass die Psychiater im ersten Fall angeklagt werden, "weil sie doch nur ihren Job gemacht haben", stimmt so einfach nicht. Sie haben eben nicht ihren Job gemacht, der in geschlossenen forensischen Stationen halt auch darin besteht, die Öffentlichkeit vor dem Patienten zu schützen, solange es notwendig und verhältnismäßig ist. Jemandem in dem Wissen, dass er mehrmals geflohen ist und auf der Flucht jeweils Straftaten begangen hat, unbeaufsichtigten Ausgang zu gewähren und das nicht Zurückkehren nicht mal anzuzeigen und dann ggf. eine Fahndung einleiten zu lassen, sieht schon ziemlich pflichtwidrig aus. Die beiden Ärzte wurden im Endeffekt 2006 zu jeweils 6 Monaten auf Bewährung verurteilt, hab ich im Studium als klassischen Problemfall für Fahrlässigkeit und Kausalität kennengelernt.
    Mir ist beim Hören noch mehr aufgefallen, vielleicht schreib ich später noch was dazu.

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    1. Naja es stimmt zwar, dass wir/ich tatsächlich keine Ahnung in diesen Bereichen haben, aber in dem Fall habe ich wohl eher devil's advocate gespielt. Ich hatte das Ganze überspitzt mit einem Verkäufer verglichen, der während der Arbeit mal was fallen lässt und dafür dann selbst haften soll. Ich glaube aber mich zu erinnern, dass ich direkt im Anschluss sagte, dass es bei Psychiatern um andere Dimensionen geht. Natürlich haben die Psychiater in diesem Fall eindeutig Fehler gemacht, aber ich spreche eher von der allgemeinen Last, die auf bestimmten, einzelnen Personen liegt (bspw. die Polizisten im Gladbeck Fall oder die Psychiater in diesem Fall) beinahe täglich Entscheidungen zu treffen und war deshalb der Meinung, dass so wichtige Entscheidungen im besten Fall nie einer kleinen Anzahl von Personen überlassen werden sollte.

      Das widerlegt natürlich nicht deine Aussage und es stimmt, dass diese Rechtsfragen ziemlich schwierig sind, aber das Problem ist, dass diese Diskussionen so gut wie nie vorbereitet sind und immer automatisch entstehen. Selbst ein Rechtskundiger müsste erstmal nachschlagen, bevor er in diesen Fällen eine sichere Antwort geben kann. Schwierig ist das Ganze trotzdem, vielleicht fällt uns ja noch eine bessere Lösung ein :/

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    2. Ach ja die Fahrlässigkeit bei der Meldung der Flucht ist natürlich nochmal ein gaaanz großes zusätzliches Argument gegen die Ärzte. Da fällt es selbst mir schwer noch den devil's advocate zu ziehen. 6 Monate auf Bewährung sind da mehr als berechtigt.

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  2. Anne-Lore Overkill20. April 2017 um 10:33

    Hier mal was zum Ausgang während Haftstrafen, vllt hilft das?! So, wie ich das nun verstehe, sehe ich da keinen Unterschied zwischen der Arten der Haftstrafe, sprich, ob nur 5 Jahre oder Lebenslänglich. So, wie es hier nun steht, macht es wohl keinen Unterschied.


    Vollzugslockerungen - § 11 StVollzG

    Zu den sogenannten Vollzugslockerungen zählen: Außenbeschäftigung, Freigang, Ausführung und Ausgang.

    Unter Außenbeschäftigung versteht man regelmäßige Arbeiten außerhalb der Anstalt unter Aufsicht eines Vollzugsbediensteten.
    Freigang dagegen umfaßt regelmäßige Arbeit außerhalb der Anstalt ohne Aufsicht.
    Ausführung nennt man ein stundenweises Verlassen der Anstalt für eine begrenzte Zeit unter Aufsicht.
    Beim sogenannten Ausgang darf man die Anstalt stundenweise für eine bestimmte Zeit und ohne Aufsicht verlassen.

    Drei Mindestvoraussetzungen müssen für die Gewährung von Vollzugslockerungen erfüllt sein:

    der Gefangene muß zustimmen
    es darf keine Fluchtgefahr bestehen
    es darf kein Mißbrauch der Lockerungen zu neuen Straftaten zu befürchten sein

    Der Gefangene braucht nach dem StVollG keine bestimmten Mindesthaftzeiten hinter sich haben um Vollzugslockerungen zu erhalten. Dennoch wird meist von erhöhter Fluchtgefahr ausgegangen, wenn man noch eine lange Haftstrafe vor sich hat. Nach § 12 StVollzG kann ein Gefangener aus besonderen Gründen (z.B. Gerichtstermin, notwendiger Arztbesuch) auch gegen seinen Willen ausgeführt werden.

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  3. könnt ihr bitte die anderen Podcasts auch nochmal als Directdownload anbieten?
    ich werde itunes nicht herunterladen, weil ich Apple verabscheue, würde mich freuen =)

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    1. Es sind alle Episoden als Direktdownload unter den jeweiligen Beiträgen verfügbar. Ansonsten kannst du auch in der Sidebar auf den RSS-Feed klicken und dort ebenfalls mit Rechtsklick alles downloaden. Danke für's Hören!

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