Mittwoch, 22. März 2017

#14 Die Geiselnahme von Gladbeck

In den Morgenstunden des 16. Augusts 1988 überfallen zwei bewaffnete Männer eine Bank in Gladbeck. So weit, so normal - zumindest in der Welt der Kriminalität. Doch was in den folgenden knapp 60 Stunden passiert, sollte Deutschland auf einigen Ebenen für immer verändern...

In unser bis dato längsten und vielleicht auch besten Episode beschäftigten wir uns mit dem Geiseldrama von Gladbeck. Ihr habt euch diesen Fall schon sehr oft gewünscht und er gehört wohl zu erschütternsten Stunden der deutschen Kriminalgeschichte. Im Detail klären wir was damals passierte und welche Folgen und Auswirkungen es auf den Journalismus, die Polizeiarbeit und die Menschen hatte.

Wir immer bedanken wir uns für euer Interesse und das fleißige Hören unserer Episoden. Kommentiert diese Folge in unserem Blog, auf Twitter oder auf Facebook. Aber am liebsten sind uns natürlich iTunes-Bewertungen und Rezensionen.

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Bildquelle: Presserarchiv des WDR

Kommentare:

  1. Schöne Folge, umfangreich dargestellt, danke. Auch wenn ich den Fall schon gut kannte, hat mir das die ganze Absurdität nochmal neu vor Augen geführt. Völlig verrückt.

    Ich weiß nicht mehr, wer von euch es gesagt hat, aber es fiel die Aussage, es habe sich im Prinzip nicht sonderlich viel bei den Medien geändert, wenn es um täterzentrierte Berichterstattung geht. Ich stimme zu: Das ist ein Problem, vor allem in den Fällen, in denen es den Tätern um eben diese Aufmerksamkeit geht (Brevik, Germanwings, uvm.). Ich wäre jedoch vorsichtig bei der Forderung, die Opfer mehr in den Blick zu nehmen - denn da fällt man leicht auf der anderen Seite vom Pferd. Die Bild-Zeitung macht das ja zum Beispiel auch, und eben auch in jener voyeuristischen Weise, wie es bei der Täter-Berichterstattung der Fall ist.

    Nicht falsch verstehen, das hat ja von euch auch keiner verlangt. Ich wollte nur noch einmal auf die Sensibilität hinweisen. Und auch darauf, dass die Medien in der Opferberichterstattung vielleicht noch viel sensibler sein müssen als in der über Täter, um sie nicht weiter zu viktimisieren. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum man in seriöseren Medien eigentlich nie, selten oder nur dezent etwas über die Opfer liest. Und das vielleicht auch gut so ist, solange sie nicht aus eigenem Antrieb an die Öffentlichkeit gehen.

    Nochmal: Vielen Dank und weiter so. Ich höre euch gerne!

    Fabian

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  2. Danke Fabian für deinen Kommentar.
    Es freut uns sehr, dass dir unser Podcast gefällt und noch besser finden wir es wenn sich Hörer mit den gesprochenen Worten auseinandersetzen.
    Du hast natürlich völlig Recht, ich habe mich da etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte viel mehr, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass nach schlimmen Taten die Täter im Mittelpunkt stehen und nicht die Trauer um die Opfer. Grade z.B. hinsichtlich des Anschlags in Berlin, hätte man schnell vergessen können bei der Berichterstattung, dass dort Menschen ums Leben gekommen sind. Und natürlich sollen keine Opfer mit Fotos, Großaufnahmen, Namen etc. veröffentlicht werden. Das wäre natürich unverantwortlich und völlig pietätlos. Grade letzte Woche in London hat man gesehen wo das hinführen kann, als dort Bilder veröffentlicht wurden, wie eine Frau leblos unter einem Bus liegt. Das gilt es natürlich zu vermeiden.

    Liebe Grüße ^Chris

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  3. Ja, ich habe vermutet, dass du das so gemeint hast - und da stimme ich dir zu! Ich fände es ja prinzipiell auch gut, wenn Medien die Größe besäßen, bei solchen Themen "Absprachen" zu treffen. In Fällen wie den von mir genannten Beispielen, bei denen es den Tätern mutmaßlich darum geht, durch ihre Taten Berühmtheit zu erlangen, sollte man konsequent darauf zu verzichten, Bilder zu zeigen. Das würde zumindest den Reiz des Ruhmes von diese Taten wegnehmen. Aber das solche Absprachen illusorisch sind, ist mir (leider) klar.

    Viele Grüße!

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Ist ein recht später Kommentar, aber es ist eine gut gelungene Folge, und das musste ich zum Ausdruck bringen.
    Ich fand die Berichterstattung der Medien in diesem Fall auch erschreckend. Leider ist das heutezutage (wie ihr auch erwähnt habt) auch nicht anders.

    Liebe Grüße,

    Alex

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